Akne

Die Behandlung von Akne richtet sich nach dem Schweregrad und den individuellen Hautbedürfnissen. Hautärzte setzen auf bewährte medizinische Therapien, um Entzündungen zu reduzieren, die Talgproduktion zu regulieren und das Hautbild nachhaltig zu verbessern.

Inhalte

Ursachen
von Akne

Die Entstehung von Akne kann verschiedene Gründe haben:

  • Hormonelle Veränderungen (z.B. Pubertät)
  • Übermässige Talgproduktion
  • Verhornungsstörungen der Haut
  • Bakterien auf der Haut
  • Genetische Veranlagung

Auch äussere Faktoren wie falsche Hautpflege oder Ernährung können das Hautbild beeinflussen.

Wie Hautärzte
Akne behandeln

Die Behandlung von Akne richtet sich nach dem Schweregrad und den individuellen Hautbedürfnissen. Hautärzte setzen auf bewährte medizinische Therapien, um Entzündungen zu reduzieren, die Talgproduktion zu regulieren und das Hautbild nachhaltig zu verbessern.

Medikamentöse Behandlung von Akne

Bei stärker ausgeprägter Akne kommen häufig medikamentöse Therapien zum Einsatz:

Isotretinoin
Dieses Medikament wird bei schwerer Akne eingesetzt. Es kann zu einer deutlichen und langfristigen Verbesserung der Akne führen. Die Einnahme erfolgt unter ärztlicher Kontrolle.
Antibiotika
Antibiotika bekämpfen Bakterien und wirken antientzündlich.
Spironolacton
Spironolacton wirkt antiandrogen und kann insbesondere bei Frauen mit hormonell beeinflusster Akne eingesetzt werden.

Lokale (äusserliche) Therapien

Bei leichteren Fällen kommen häufig lokale Behandlungen zum Einsatz:

  • Benzoylperoxid — Wirkt antibakteriell und reduziert Entzündungen. Es hilft, verstopfte Poren zu öffnen und neue Unreinheiten zu vermeiden.
  • Retinoide — Fördern die Zellerneuerung der Haut und verhindern die Verstopfung der Poren. Besonders wirksam zur Vorbeugung neuer Unreinheiten.
  • Fruchtsäure — Fruchtsäuren wirken wie ein sanftes Peeling, lösen abgestorbene Hautzellen und verbessern die Hauttextur.
  • Antibiotika — Sie reduzieren Cutibacterium acnes und wirken gleichzeitig entzündungshemmend.
  • Clascoteron — Eine neuere, topische Therapie, die gezielt an hormonellen Ursachen der Akne ansetzt. Sie wirkt direkt auf die Haut und wurde in der EU erst kürzlich zugelassen.

In vielen Fällen wird eine Kombination aus verschiedenen Wirkstoffen eingesetzt, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Welche Lebensmittel können
Akne fördern?

Die Ernährung spielt eine wichtige Rolle beim Hautbild. Bestimmte Lebensmittel können Akne begünstigen, insbesondere wenn sie regelmässig konsumiert werden.

Milchprodukte und Akne

Studien zeigen, dass Milch und Milchprodukte das Risiko für Akne erhöhen können. Ein Zusammenhang zwischen insbesondere Milchkonsum und Akne wurde in Studien beobachtet. Die zugrunde liegenden Mechanismen sind noch nicht vollständig geklärt.

Nicht jeder reagiert gleich – dennoch lohnt es sich, den Konsum zu reduzieren und die Hautreaktion zu beobachten.

Lebensmittel mit hohem glykämischen Index

Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index lassen den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen. Das kann Entzündungen fördern und die Talgproduktion erhöhen.

Typische Beispiele:

  • Weissbrot und helle Backwaren
  • Süssigkeiten
  • Softdrinks
  • Stark verarbeitete Lebensmittel

Eine Ernährung mit niedrigem glykämischen Index kann helfen, das Hautbild zu stabilisieren.

Whey Protein und Hautunreinheiten

Whey-Protein (Molkenprotein) steht ebenfalls im Verdacht, Akne zu fördern. Die Studienlage hierzu ist jedoch uneinheitlich. Einzelne Fallberichte legen eine Zunahme von Akne unter Whey-Konsum nahe, während randomisierte Studien bislang keinen eindeutigen Zusammenhang belegen konnten.

Häufig gestellte
Fragen

Das hängt von der Therapie ab. Bei medizinischen Behandlungen sind regelmässige Kontrollen sinnvoll, um den Verlauf zu überwachen und die Therapie anzupassen.

Nein, das Ausdrücken von Pickeln kann Entzündungen verschlimmern und zu Narben führen. Eine professionelle Ausreinigung kann bei geeigneten Hautveränderungen schonender durchgeführt werden und das Risiko für Verletzungen und Narben reduzieren.

Ja, insbesondere unbehandelte oder stark entzündliche Akne kann zu Aknenarben führen. Eine frühzeitige Therapie hilft, das Risiko deutlich zu reduzieren.

Hormone beeinflussen die Talgproduktion stark. Deshalb tritt Akne häufig in der Pubertät oder bei hormonellen Schwankungen auf.

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