Erdbeerhaut

Keratosis pilaris – umgangssprachlich auch als Reibeisenhaut oder Erdbeerhaut bekannt – ist eine sehr häufige, harmlose Verhornungsstörung der Haut. Sie zeigt sich durch kleine, raue Knötchen an den Haarfollikeln und betrifft bis zu 40 % der Erwachsenen. Die Erkrankung ist nicht gefährlich und nicht ansteckend, kann aber kosmetisch stören.

Inhalte

Symptome
& Lokalisationen

Keratosis pilaris zeigt sich durch kleine, raue Papeln an den Haarfollikelöffnungen – die Haut fühlt sich an wie feines Sandpapier oder ein Reibeisen:

  • Kleine, hautfarbene bis rötliche Knötchen – oft mit einem eingekringelten Haar in der Mitte
  • Raue, „gänsehautartige“ Oberfläche
  • Häufigste Lokalisationen: Oberarme (Aussenseite), Oberschenkel, Gesäss
  • Seltener auch an Wangen (besonders bei Kindern) oder Unterarmen
  • Meist symmetrisch an beiden Körperseiten
  • In der Regel kein Juckreiz – gelegentlich leichte Trockenheit oder Rauheit

Therapie
& Pflege

Keratosis pilaris ist nicht dauerhaft heilbar, aber das Hautbild lässt sich mit konsequenter Pflege deutlich verbessern. Im Vordergrund stehen die Entfernung der Hornpfropfen und die Verbesserung der Hautfeuchtigkeit:

TÄGLICHE PFLEGEROUTINE

  • Regelmässige rückfettende Pflege – die wichtigste Grundlage; idealerweise direkt nach dem Duschen auf noch leicht feuchte Haut
  • Milde Reinigung – keine aggressiven Duschgels, seifenfreie Produkte bevorzugen
  • Nicht zu heiss duschen – heisses Wasser trocknet die Haut zusätzlich aus

Wirkstoffe

  • Urea (Harnstoff) – wirkt keratolytisch und feuchtigkeitsbindend
  • Salicylsäure – löst den Keratinpfropf und wirkt leicht entzündungshemmend
  • Milchsäure (Lactic Acid) – sanfte AHA-Säure, die die Verhornung löst und die Haut glättet
  • Glykolsäure – AHA-Säure, die die Zellerneuerung fördert und die Hautoberfläche verfeinert
  • Retinoide (Vitamin-A-Derivate) – normalisieren die Verhornung am Haarfollikel; in schwereren Fällen als Creme verschreibbar
  • Niacinamide – beruhigen die Haut und reduzieren Rötungen
  • Ceramide und Glycerin – stärken die Hautbarriere und verbessern die Hydratation

Häufig gestellte
Fragen

Keratosis pilaris ist chronisch und kann nicht dauerhaft geheilt werden. Das Hautbild lässt sich jedoch meist deutlich verbessern.

Bei manchen Betroffenen wirkt sich die sommerliche Witterung positiv auf das Hautbild aus. Eine gezielte UV-Exposition zur Behandlung wird jedoch nicht empfohlen.

Medizinisch gesehen nicht. Keratosis pilaris ist harmlos und hat keinen Krankheitswert. Eine Behandlung ist nur sinnvoll, wenn die raue Haut kosmetisch stört. Viele Betroffene empfinden die konsequente Pflege als lohnenswert, da sich das Hautbild spürbar verbessert.

Keratosis pilaris
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