Formen von
Hautkrebs
Man unterscheidet hauptsächlich zwei Gruppen von Hautkrebs, die sich in Entstehung, Aggressivität und Behandlung deutlich unterscheiden:
Weisser Hautkrebs -Typische Zeichen
- Langsam wachsende Knötchen oder Plaques, die nicht abheilen
- Schuppende, raue oder krustige Hautstellen
- Chronische Wunden, die immer wieder aufbrechen
- Häufig an Gesicht, Kopfhaut, Ohren, Händen
SCHWARZER HAUTKREBS – ABCDE-REGEL
- Asymmetrie – ungleichmässige Form
- Begrenzung – unregelmässige, ausgefranste Ränder
- Color – ungleichmässige Färbung, mehrere Farbtöne
- Durchmesser – grösser als 5 mm
- Evolution – Veränderung in Grösse, Form oder Farbe
Aktinische
Keratosen
Aktinische Keratosen sind durch chronische UV-Schädigung verursachte Hautveränderungen und gelten als Vorstufen des Plattenepithelkarzinoms. Sie zeigen sich als raue, schuppende oder rötliche Hautareale, meist im Gesicht, auf der Kopfhaut oder an den Handrücken.
Da sie sich zu einem Plattenepithelkarzinom entwickeln können, sollten sie behandelt werden.
Diagnostik
von Hautkrebs
Die genaue Beurteilung von Hautveränderungen erfordert eine systematische dermatologische Untersuchung:
Therapie
von Hautkrebs
Die Behandlung richtet sich nach Art, Grösse, Tiefe und Lokalisation der Veränderung. In der dermatologischen Praxis stehen verschiedene Therapieoptionen zur Verfügung:
- Chirurgische Entfernung – Standardtherapie bei den meisten Hauttumoren
- Gewebeschonende Exzisionen – mit histologischer Untersuchung und Beurteilung der Schnittränder
- Topische Therapien (z. B. Imiquimod, 5-Fluorouracil)
- Kryotherapie insbesondere geeignet bei aktinischen Keratosen
- Photodynamische Therapie bei ausgedehnten aktinischen Keratosen
Bei malignem Melanom erfolgt je nach Stadium zusätzlich eine weiterführende stadiengerechte Abklärung und Therapie in enger Zusammenarbeit mit spezialisierten Zentren.
Früherkennung
ist entscheidend
Regelmässige dermatologische Kontrollen ermöglichen es, Hautveränderungen früh zu erkennen und rechtzeitig zu behandeln. Besonders empfehlenswert ist eine regelmässige Vorsorge bei:
- Hellem Hauttyp und Neigung zu Sonnenbrand
- Intensiver UV-Exposition in der Vergangenheit
- Familiärer Vorbelastung (Hautkrebs in der Familie)
- Vielen Muttermalen (> 50)
- Bereits behandeltem Hautkrebs oder aktinischen Keratosen
Prävention
- Sonnenschutz LSF 50+ auf sonnenexponierte Areale
- Direkte Mittagssonne vermehrt meiden und den UV-Index beachten
- Schützende Kleidung und Kopfbedeckung
- Keine Solarien
Häufig gestellte
Fragen
Ist Hautkrebs heilbar?
Im Frühstadium sind die meisten Hautkrebsformen sehr gut heilbar. Weisser Hautkrebs hat bei rechtzeitiger Behandlung eine exzellente Prognose. Auch das maligne Melanom ist im Frühstadium gut behandelbar – deshalb ist Früherkennung so wichtig.
Ist Vorbräunen im Solarium ein sinnvoller Sonnenschutz?
Nein. Vorbräunen – ob im Solarium oder in der Sonne – bietet keinen relevanten Schutz vor UV-Schäden. Im Gegenteil: Jede zusätzliche UV-Exposition erhöht die kumulative Strahlendosis und damit das Hautkrebsrisiko. Solarien sind von der WHO als karzinogen (krebserregend) eingestuft. Der einzig wirksame Schutz ist konsequenter Sonnenschutz mit Cremes, Kleidung und Schatten.
Ist Hautkrebs vererbbar?
Hautkrebs selbst wird nicht direkt vererbt, aber die Veranlagung dazu kann familiär gehäuft auftreten. Dazu gehören ein heller Hauttyp, eine hohe Anzahl an Muttermalen oder eine Neigung zu Sonnenbränden. Bei familiärer Häufung von Melanomen sprechen wir von familiärem Melanom – Betroffene haben ein deutlich erhöhtes Risiko und sollten engmaschiger kontrolliert werden.
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