Hautkrebs

Hauttumoren gehören zu den häufigsten dermatologischen Erkrankungen. Eine frühzeitige Diagnose ist entscheidend, da viele Veränderungen der Haut im Frühstadium sehr gut behandelbar sind.

Inhalte

Formen von
Hautkrebs

Man unterscheidet hauptsächlich zwei Gruppen von Hautkrebs, die sich in Entstehung, Aggressivität und Behandlung deutlich unterscheiden:

weisser Hautkrebs
Am häufigsten sind Basalzellkarzinome und Plattenepithelkarzinome. Entsteht durch chronische UV-Schädigung an sonnenexponierten Stellen. Langsam wachsend, selten metastasierend, aber lokal destruierend.
schwarzer Hautkrebs
Malignes Melanom. Entsteht aus pigmentbildenden Zellen (Melanozyten). Kann früh metastasieren und gehört zu den gefährlichsten Formen des Hautkrebses. Eine frühzeitige Diagnose verbessert die Behandlungsmöglichkeiten und Prognose deutlich.

Weisser Hautkrebs -Typische Zeichen

  • Langsam wachsende Knötchen oder Plaques, die nicht abheilen
  • Schuppende, raue oder krustige Hautstellen
  • Chronische Wunden, die immer wieder aufbrechen
  • Häufig an Gesicht, Kopfhaut, Ohren, Händen

SCHWARZER HAUTKREBS – ABCDE-REGEL

  • Asymmetrie – ungleichmässige Form
  • Begrenzung – unregelmässige, ausgefranste Ränder
  • Color – ungleichmässige Färbung, mehrere Farbtöne
  • Durchmesser – grösser als 5 mm
  • Evolution – Veränderung in Grösse, Form oder Farbe

Aktinische
Keratosen

Aktinische Keratosen sind durch chronische UV-Schädigung verursachte Hautveränderungen und gelten als Vorstufen des Plattenepithelkarzinoms. Sie zeigen sich als raue, schuppende oder rötliche Hautareale, meist im Gesicht, auf der Kopfhaut oder an den Handrücken.

Da sie sich zu einem Plattenepithelkarzinom entwickeln können, sollten sie behandelt werden.

Diagnostik
von Hautkrebs

Die genaue Beurteilung von Hautveränderungen erfordert eine systematische dermatologische Untersuchung:

Ganzkörper-Check
Systematische Inspektion der gesamten Haut inklusive Kopfhaut und Nägel.
Dermatoskopie
Vergrösserte Beurteilung von Hautveränderungen mit dem Auflichtmikroskop – ermöglicht die Erkennung feinster Strukturen.
Histopathologie
Gewebeentnahme (Biopsie) und feingewebliche Untersuchung zur exakten Diagnose und Klassifizierung des Tumors.

Therapie
von Hautkrebs

Die Behandlung richtet sich nach Art, Grösse, Tiefe und Lokalisation der Veränderung. In der dermatologischen Praxis stehen verschiedene Therapieoptionen zur Verfügung:

  • Chirurgische Entfernung – Standardtherapie bei den meisten Hauttumoren
  • Gewebeschonende Exzisionen – mit histologischer Untersuchung und Beurteilung der Schnittränder
  • Topische Therapien (z. B. Imiquimod, 5-Fluorouracil) 
  • Kryotherapie insbesondere geeignet bei aktinischen Keratosen
  • Photodynamische Therapie bei ausgedehnten aktinischen Keratosen

Bei malignem Melanom erfolgt je nach Stadium zusätzlich eine weiterführende stadiengerechte Abklärung und Therapie in enger Zusammenarbeit mit spezialisierten Zentren.

Früherkennung
ist entscheidend

Regelmässige dermatologische Kontrollen ermöglichen es, Hautveränderungen früh zu erkennen und rechtzeitig zu behandeln. Besonders empfehlenswert ist eine regelmässige Vorsorge bei:

  • Hellem Hauttyp und Neigung zu Sonnenbrand
  • Intensiver UV-Exposition in der Vergangenheit
  • Familiärer Vorbelastung (Hautkrebs in der Familie)
  • Vielen Muttermalen (> 50)
  • Bereits behandeltem Hautkrebs oder aktinischen Keratosen

Prävention

  • Sonnenschutz LSF 50+ auf sonnenexponierte Areale
  • Direkte Mittagssonne vermehrt meiden und den UV-Index beachten
  • Schützende Kleidung und Kopfbedeckung
  • Keine Solarien

Häufig gestellte
Fragen

Im Frühstadium sind die meisten Hautkrebsformen sehr gut heilbar. Weisser Hautkrebs hat bei rechtzeitiger Behandlung eine exzellente Prognose. Auch das maligne Melanom ist im Frühstadium gut behandelbar – deshalb ist Früherkennung so wichtig.

 

Nein. Vorbräunen – ob im Solarium oder in der Sonne – bietet keinen relevanten Schutz vor UV-Schäden. Im Gegenteil: Jede zusätzliche UV-Exposition erhöht die kumulative Strahlendosis und damit das Hautkrebsrisiko. Solarien sind von der WHO als karzinogen (krebserregend) eingestuft. Der einzig wirksame Schutz ist konsequenter Sonnenschutz mit Cremes, Kleidung und Schatten.

Hautkrebs selbst wird nicht direkt vererbt, aber die Veranlagung dazu kann familiär gehäuft auftreten. Dazu gehören ein heller Hauttyp, eine hohe Anzahl an Muttermalen oder eine Neigung zu Sonnenbränden. Bei familiärer Häufung von Melanomen sprechen wir von familiärem Melanom – Betroffene haben ein deutlich erhöhtes Risiko und sollten engmaschiger kontrolliert werden.

Hautkrebsvorsorge
jetzt vereinbaren