Formen der
Hyperhidrose?
Man unterscheidet die Hyperhidrose nach Ursache und nach Verteilungsmuster:
Nach Ursache
- Primäre Hyperhidrose – ohne erkennbare Grunderkrankung, oft familiär gehäuft. Beginnt meist in der Jugend oder im jungen Erwachsenenalter.
- Sekundäre Hyperhidrose – als Folge einer Grunderkrankung (z. B. Schilddrüsenüberfunktion, Diabetes, Infektionen) oder als Medikamentennebenwirkung.
Nach Verteilungsmuster
- Fokale Hyperhidrose – lokal begrenzt an bestimmten Arealen wie Achseln, Händen, Füssen oder Gesicht. Häufig bei der primären Form.
- Generalisierte Hyperhidrose – ganzkörperliches Schwitzen. Tritt häufiger bei sekundären Ursachen auf, kann aber auch primär vorkommen.
Behandlungs-
Möglichkeiten?
Die Therapie wird individuell je nach Lokalisation und Ausprägung gewählt und folgt einem Stufenkonzept:
MEDIZINISCHE ANTITRANSPIRANTIEN
Erste Therapiestufe bei milden Formen. Medizinische Antitranspirantien (z. B. Aluminiumchlorid-Lösungen) können vorübergehend die Ausführungsgänge der Schweissdrüsen blockieren und so die Schweissproduktion spürbar reduzieren. Die Anwendung erfolgt in der Regel abends auf die trockene Haut.
IONTOPHORESE
Nicht-invasive, physikalische Methode: Die betroffenen Hände oder Füsse werden in ein Wasserbad mit schwachem Gleichstrom getaucht. Dadurch wird die Aktivität der Schweissdrüsen reduziert. Besonders wirksam bei Schwitzen an Händen und Füssen – erfordert regelmässige Anwendung (anfangs mehrmals pro Woche, dann als Erhaltungstherapie).
BOTULINUMTOXIN (BOTOX)
Sehr effektive Behandlung bei lokalisiertem Schwitzen. Botulinumtoxin blockiert gezielt die Signalübertragung an die Schweissdrüsen. Die Wirkung hält 4–9 Monate an. Ausführliche Informationen finden Sie im nächsten Abschnitt
TABLETTENTHERAPIE
Anticholinerge Medikamente (z. B. Bornaprin, Methanthelinium), off-labil, hemmen die Schweissproduktion systemisch. Sie eignen sich besonders bei generalisiertem Schwitzen oder wenn lokale Therapien nicht ausreichen. Aufgrund möglicher anticholinerger Nebenwirkungen ist eine individuelle ärztliche Abwägung erforderlich
Botox bei
Hyperhidrose?
Die Injektion von Botulinumtoxin ist eine der effektivsten Therapien bei fokaler Hyperhidrose. Der Wirkstoff wird in sehr kleinen Mengen direkt in die betroffenen Hautareale injiziert und blockiert dort gezielt die Signalübertragung an die Schweissdrüsen.
BEHANDELBARE AREALE
- Achseln – häufigste Indikation, sehr hohe Erfolgsrate
- Hände – effektiv, ggf. mit Leitungsanästhesie für maximalen Komfort
- Füsse – wirksam bei starkem Fussschwitzen
- Stirn / Haaransatz – bei situativem Schwitzen im Gesicht
Preise
Hyperhidrose
Botox bei Hyperhidrose
-
Entweder axillär, Hände, Füsse oder Kopf CHF 600.–
Häufig gestellte
Fragen
Ab wann spricht man von Hyperhidrose?
Wenn das Schwitzen über das physiologisch notwendige Mass hinausgeht und den Alltag beeinträchtigt – also unabhängig von Temperatur oder Anstrengung, häufig und unkontrollierbar auftritt. Es gibt keinen festen Schwellenwert; entscheidend ist der Leidensdruck.
Ist es schädlich, das Schwitzen zu unterdrücken?
Nein. Die Behandlung wirkt lokal begrenzt – der Körper kann weiterhin über die restlichen Schweissdrüsen die Temperatur regulieren. Eine Überhitzung oder ein Wärmestau ist nicht zu befürchten.
Wird die Behandlung von der Krankenkasse übernommen?
Die Botox-Behandlung bei Hyperhidrose kann bei entsprechender Diagnose von der Zusatzversicherung in manchen Fällen übernommen werden (abzüglich Franchise und Selbstbehalt).
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