Pilzinfektion

Pilzinfektionen der Haut (Dermatomykosen) sind häufige, meist gut behandelbare Infektionen, die durch Dermatophyten, Hefen oder seltener Schimmelpilze verursacht werden. Sie sind ansteckend und können sich durch direkten Hautkontakt oder über kontaminierte Gegenstände verbreiten.

Inhalte

Häufige
Pilzinfektionen

Je nach betroffenem Körperareal und Erreger unterscheidet man verschiedene Formen:

FUSSPILZ
Tinea pedis. Schuppung, Rötung und Einrisse zwischen den Zehen oder an der Fusssohle. Juckreiz, Nässen. Häufig Eintrittspforte für Nagelpilz.
NAGELPILZ
Onychomykose. Verdickte, verfärbte, brüchige oder krümelige Nägel. Betrifft meist die Zehennägel. Erfordert oft eine monatelange Therapie.
KÖRPERPILZ
Tinea corporis. Typische ringförmige, schuppende Rötungen mit zentraler Abblassung. Kann an Rumpf, Armen und Beinen auftreten.
Hefepilz
Candida-Infektionen. Nässende Rötung in Hautfalten (submammär, inguinal, axillär) oder im Genitalbereich. Begünstigt durch Feuchtigkeit und Wärme.

Therapie
der Pilzinfektion

Die Behandlung richtet sich nach Art, Lokalisation und Ausdehnung der Infektion:

LOKALE ANTIMYKOTIKA

Antimykotische Cremes, Nagellacke, Lösungen oder Sprays (z. B. Clotrimazol, Terbinafin, Ciclopirox) sind die Basistherapie bei oberflächlichen Pilzinfektionen der Haut. Die Behandlung sollte in der Regel über die visuelle Abheilung hinaus fortgesetzt werden, um ein Rezidiv zu vermeiden.

SYSTEMISCHE ANTIMYKOTIKA

Bei ausgedehntem Befall reicht eine äusserliche Therapie allein oft nicht aus. In diesen Fällen werden antimykotische Tabletten (z. B. Terbinafin, Itraconazol) eingesetzt. 

Vorbeugung
von Pilzinfektionen

  • Füsse trocken halten – besonders zwischen den Zehen gut abtrocknen
  • In Schwimmbädern und Duschen Badeschlappen tragen
  • Atmungsaktive Schuhe und Socken aus Baumwolle oder Funktionsmaterial
  • Handtücher und Schuhe nicht gemeinsam nutzen
  • Bestehenden Fusspilz frühzeitig behandeln – bevor er auf die Nägel übergreift
  • In Hautfalten auf Trockenheit achten (z. B. mit Puder)

Häufig gestellte
Fragen

Ja. Pilzinfektionen sind ansteckend und können durch direkten Hautkontakt oder über kontaminierte Gegenstände (Schuhe, Handtücher, Böden) übertragen werden. Auch eine Übertragung von Tieren auf Menschen ist möglich.

 

Ein diagnostizierter Fusspilz sollte in der Regel behandelt werden – insbesondere um Beschwerden und eine Weiterverbreitung zu vermeiden sowie einer Ausbreitung auf die Nägel vorzubeugen.

 

Nagelpilz erfordert Geduld: Die Tablettentherapie dauert bei Zehennägeln meist mehrere Monate. Der Nagel muss vollständig gesund herauswachsen – das dauert bei Zehennägeln bis zu einem Jahr.

Pilzinfektion
gezielt behandeln